Ein anderer Urlaub, März 2005

Drei Wochen Senegal: habe Günter Hainzl bei seiner Arbeit, die von Hedy Wogowitsch übernommen hat, täglich in das Lepradorf M´Balling begleitet. Für mich verblüffend, abgesehen von den vielen Bittsuchenden, die Gelassenheit und trotz Behinderung die Freude am Leben, der Zusammenhalt im Familienverband.
Das sind Familien, die bis zu 20 Menschen auf engsten Raum plus Ziegen oder Schafen wohnen. Kinder-Kinder-Kinder in teils zerschlissenen Kleidern aber mit fröhlichem Lachen, dankbar für ein Lächeln,ein Zuckerl oder Kuli oder einfach spielen (Fangen,Tanzen,Pantomime).
Am berührensten bei einem Fest, alle farbenprächtigst, traditionell gekleidet,wo selbst alte schwerst behinderte Frauen mit Beinprothesen oder verunstaltetem Gesicht ganz selbstverständlich in den Kreis treten und tanzen. Ja, tanzen mit Freude und Würde und niemand nimmt Anstoß daran, oder alte Männer die in ihren verkrüppelten Armen einen Säugling wiegen. Viele,viele solcher Eindrücke habe ich mit nach Hause genommen,die helfen zufriedener zu sein und manche Probleme nicht so tragisch zu nehmen. Eine etwas veränderte Lebenssicht.

Wilrun Arrich

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