Michael Wittmann, April 2010

Michael WittmannIn meiner Tätigkeit als Photo-Designer bereise ich den afrikanischen Kontinent seit den späten 80er Jahren. Vorwiegend allerdings Nord u. Ostafrika. Die Reise in den Senegal hatte für mich einen ganz besonderen Reiz, denn die Möglichkeit, das Leben der Bewohner in M´Balling über einen längeren Zeitraum hautnah zu dokumentieren bleiben einem als Tourist verschlossen. Die Erlebnisse bzw. Eindrücke, die ich hier gewinnen durfte, werden mich mein Leben lang begleiten. Zum Beispiel: das Willkommens- Fest, das für Günter und mich gegeben wurde, beeindruckte mich sehr.

Ab diesen Zeitpunkt fühlte ich mich bei den Dorfbewohnern aufgenommen und als ein kleiner Teil des Ganzen. Ich konnte mich als Fotograf entfalten und arbeitete teilweise wie in Trance. Die Motive für mich waren unerschöpflich.

Im Idealfall gelingt es einem in einem fremden Land wie Westafrika vom Touristen zum Besucher zu werden. Hier im Lepradorf wurde ich jedoch vom Besucher zum Freund. Eine außergewöhnliche Erfahrung! Die Herzlichkeit, die mir entgegen gebracht wurde, bleiben unvergesslich. Nie zuvor fühlte ich mich den Afrikanern so nah, bzw. den Europäern so fern. Das Ziel, das ich mir als Foto Journalist im Senegal gestellt habe, war außergewöhnliche Aufnahmen zu machen. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist. Erste Reaktionen weisen darauf hin.

Herzlichen Dank an Günter Hainzl dafür, dass er mir ein Stück Afrika hautnah gezeigt hat. Er leistet hier in M´Balling grandiose Arbeit. Ganz besonders möchte ich mich noch bei Frau Monika Semeleder von der Galerie Maringer bedanken. Sie hat mich als Fotokünstler gefördert und stellte die Verbindung zur Leprahilfe her.

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