Projekte 2015/2016

Schneiderlehrwerkstatt:

Aus der Nähstube, ursprünglich vom 3. Welt Verein Goldegg initiierten, ist die heutige Schneiderlehrwerkstatt der Leprahilfe Senegal hervorgegangen.
In den vergangenen Jahren war es immer wieder notwendig, defekte Maschinen zu ersetzen und zusätzliche Industriemaschinen anzuschaffen. Ebenso wurden regelmäßig Stoffe gekauft, damit Übungsmaterial zur Verfügung steht.  Es werden unter anderem Boubous für die Verteilung an Leprakranke und Einkaufstaschen zum Verkauf hergestellt. Die Kosten für einen Lehrplatz betragen monatlich € 20,-.
Durch die wachsende Zahl der heute 25–30 Schülerinnen platzt die Werkstatt sprichwörtlich aus ihren Nähten. Es ist dringend notwendig, die Räumlichkeiten zu erweitern und weitere Nähmaschinen anzuschaffen. Die Adaption der bestehenden Räumlichkeiten und die Modernisierung der Ausstattung werden € 18.000,- kosten. Wir ersuchen unsere Spender um finanzielle Unterstützung für dieses Projekt.

Neubau von 15 Wohnhäusern:

Regen, Regen, Regen. Zwei Wochen hindurch. Selbst die regengewohnten Senegalesen haben solche Wassermengen noch nicht gesehen.

Bereits im Vorjahr haben wir in einer Eilmeldung berichtet, dass es im August und September im Lepradorf MBalling zu großflächigen Überschwemmungen gekommen ist – ein Drittel des Dorfes stand unter Wasser. Über 60 Familien mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen und wurden notdürftig in der Grundschule untergebracht. Für jene Häuser jedoch, die ganz oder teilweise aus Lehmziegeln gebaut waren, wurde die Überschwemmung zum Grab: Wände und Decken stürzten ein, die Häuser wurden unbewohnbar.Nachdem die Schule wieder für den Unterricht gebraucht wurde, leben jetzt viele Familien bei Freunden oder Verwandten im Dorf verstreut oder haben die Hausruinen notdürftig mit Planen in Stand gesetzt.

Um diese drängende Wohnungsnot zu lindern hat Leprahilfe Senegal ein Sofortprogramm gestartet. Es wurden in den vergangenen neun Monaten 15 neue Häuser errichtet. Außerdem wurden die Grundstücke mit sanitären Anlagen (Plumpsklo und Kalebassendusche mit Abwasserreinigungssystem) ausgestattet. An weiteren 12 Häusern wurden Reparaturen und Instandsetzungen finanziert.
Mit dieser Sofortaktion konnte vielen Familien geholfen werden. Wir haben jedoch eine lange Liste weiterer Familien, die noch immer in erbarmungswürdigen Verhältnissen leben und es ist daher notwendig, dieses Programm auch im kommenden Jahr fortzuführen.

Der Bau eines Hauses mit 3 Zimmern kostet € 2.300, eine sanitäre Anlage mit 3-Kammer Absetzsystem € 1.000.

Die neue Krankenstation:

In den vergangenen zwei Jahren konnte ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Mballing verwirklicht werden: der Bau einer neuen Krankenstation. Das Projekt wurde von folgenden Partnern getragen: Lions international, Welt-Verein Goldegg, Leprahilfe Senegal und Gisela Mäck- Deutschland. Darüber hinaus wurde vom Lions-Club St. Pölten ein Containertransport bezahlt. Die Anlage besteht aus einem Haus für stationäre und ambulante Behandlungen Kranker und Verletzter, einer Geburtenstation, einer Apotheke, einem offenen Wartehaus, sowie je einem Wohnhaus für die Familien des Krankenpflegers und der Hebamme.

Am 22.04.2016 wurde das Krankenhaus im Beisein des Bürgermeisters und der Chefärztin der Region feierlich eröffnet. Am selben Tag wurde auch der medizinische Betrieb aufgenommen. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten gab es noch Schwierigkeiten mit der Bereitstellung des Trinkwassers. Dies wurde durch eine Intervention des Bürgermeisters geregelt. Der Tag der Inbetriebnahme war ein Festtag für das ganze Dorf und wurde freudig gefeiert.

Zwei Tage nach der Eröffnung wurde in der Geburtenanstalt das erste Baby zur Welt gebracht. Neben den herkömmlichen gynäkologischen Behandlungen werden auch Methoden zur Schwangerschaftsverhütung angeboten und von vielen Frauen auch angenommen. Zwar ist das neue Krankenhaus das modernste im weiten Umkreis. Diese Krankenanstalt ist Anlaufstelle für Patienten aus 21 Dörfern der Region. Dennoch sind in der Zukunft noch weitere Investitionen zu tätigen. Es ist im Dorf kein Arzt angestellt. alle medizinischen Entscheidungen werden von den Krankenpflegern und der Hebamme getroffen. Notwendig wären ein eigenes Laboratorium und eine chirurgische Versorgung. Da die Gehälter vom Staat Senegal bezahlt werden, konnten wir bisher nur das Gesuch an das Ministerium richten.

Das vom Staat zur Verfügung gestellte Areal ist groß genug, um weitere Bauwerke zu errichten: Chirurgie, Zahnambulatorium, Wohnhaus für Mediziner. So hoffen wir, dass Schritt für Schritt eine moderne Krankenanstalt verwirklicht wird.

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