Hilfe zur Selbsthilfe

Schneiderlehrwerkstatt

Mama Hedy hat schon früh die Notwendigkeit der Förderung von Eigeninitiativen erkannt.

Sie hat zusammen mit dem Schneidermeister Edouard Bakhoum eine Schneiderwerkstatt aufgebaut, in der anfangs 5 Kinder an Lepra erkrankten Eltern eine dreijährige Lehre absolvieren konnten.

Einerseits soll damit eine Berufsgrundlage geschaffen werden und anderseits wird den ausgebildeten Mädchen dadurch die eigene Familiengründung erleichtert. Ein zusätzlicher Nutzen war auch noch, Kleider für die Schwerstbehinderten in M´Balling und Darou Salam fertigen zu können. Nach und nach gingen wir dazu über, die Absolventinnen für den Eintritt ins Berufsleben mit einer mechanische Nähmaschine auszustatten.

Heute führt der durch Kinderlähmung behinderten Gora Diouf – ein ehemaliger Absolvent unserer Lehrschneiderei, der danach mehrere Jahre in einer Textilfabrik in Dakar arbeitete – die Werkstatt. Gora hat mit großem Engagement die Produktpalette erweitert und unter seiner Führung konnten wir die Lehrlingszahl auf 35 erhöhen. Dazu musste ein Anbau gemacht werden, es wurde Strom eingeleitet und leistungsstarke Industriemaschinen angeschafft. Die Kosten für diese Umbauarbeiten hat zur Hälfte die österreichische Entwicklungszusammenarbeit übernommen.

Im Jahr 2005 wurde die Werkstatt um eine Batikabteilung erweitert. Und nach wie vor bekommen die AbgängerInnen eine mechanische Nähmaschine als Starthilfe zum Aufbau einer eigenen Existenz.

Schneiderlehrwerkstatt

Schneiderlehrwerkstatt

Schneidermeister Gora Diouf

Schneidermeister Gora Diouf

Helene Diome möchte einmal ein eigenes Schneideratelier haben

Helene Diome


Grundausstattung Gewerbebetriebe

Die nachhaltige Sicherung eines Grundeinkommens zumindest eines Familienmitgliedes wird immer wichtiger um die Abhängigkeit von Geldzuwendungen aus Europa zu verringern.

In den letzten Jahren wurden neue Netze für die Fischer gekauft, ein Gemischtwarenladen gebaut und eingerichtet, mehrere „Transportunternehmer“ mit Esel- und Pferdefuhrwerken ausgestattet, in eine Schmiede Strom eingeleitet und ein „Telecenter“ mit den technischen Anlagen und einem Computer versorgt.

Bauern erhalten einen Zuschuss für den Brunnenbau, das Saatgut und die Schädlingsbekämpfung. Mit Unterstützung der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA) wurde 2006 eine Hühnerfarm in Betrieb genommen.

Kleine Gemischtwarenhändler (Boutiquen) erhalten die Erstausstattung an Verkaufsgütern – Speiseöl, Hirse, Reis, Gewürze, Gemüse, etc. –   damit sind die Grundvoraussetzungen für ein – wenn auch spärliches – Einkommen geschaffen. In den letzten Jahren haben allerdings sprunghafte Preissteigerungen im Großhandel die Preisgestaltung im Detailverkauf erheblich erschwert.

Fischer

Fischer

Gemüsebauer

Gemüsebauer

Greislerladen im Dorf

Greislerladen im Dorf

 


Ausbildung

Ein großer Teil der senegalesischen Bevölkerung besteht aus Analphabeten. Dies ist insbesondere bei Frauen der Fall. Etwa 65 Prozent der Bevölkerung sind Analphabeten (unter den Frauen sogar 74 Prozent).

Für die „Leprahilfe Senegal“ hat der Zugang zur Bildung einen immer größeren Stellenwert eingenommen. Vor allem die Schulbildung der Mädchen betrachten wir als eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine bessere Zukunft.

  • Die Berufschancen werden verbessert
  • Höher gebildete Frauen haben im Durchschnitt weniger Kinder
  • Gebildete Frauen werden ihrerseits alles daran setzen, ihren Kindern den Zugang zu Schulen zu ermöglichen
  • Schließlich sollen auch Frauen verstärkt in Politik und Wirtschaft mitgestalten

Begabten AbgängerInnen der Grundschule werden von der Leprahilfe Senegal in der Weiterbildung unterstützt.

Derzeit bezahlen wir für über 100 GymnasiastInnen und 3 SchülerInnen von Fachschulen das Schulgeld und 3 StudentInnen – darunter einem taubstummen Mädchen – wird das Studium in Dakar ermöglicht. Die jährlichen Ausgaben für Schul- und Berufsausbildung belaufen sich auf über 20.000 Euro!

Im Jahr 2010 hat die Vorarlbergerin Natalie Moosmann mit ihrer Organisation DIMBALI (Wissen macht stark), über 8.000 € beigetragen hat. Im Schuljahr 2011 möchte sie sogar versuchen, die ganzen Schulkosten zu finanzieren.

In den vergangenen Jahren wurden auch große Summen in die Schaffung von Unterrichtsräumen investiert:

  • Renovierung und Ausbau des Kindergartens mit Schaffung von Freiluft-Spielgräten
  • Bau von 4 Klassen der Grundschule
  • Bau eines Achtklassigen Collège

Das eigenständige Collège wurde innerhalb kürzester Zeit mit Schülern aus M´Balling und Umgebung gefüllt und wird daher laufend um Klassen erweitert. Im Anschluss daran ist die Errichtung eines Collège geplant- mit Abitur und Studienberechtigung als Abschluss.

Grundschule

Grundschule

Vor dem College

Vor dem College

Mathematikunterricht

Mathematikunterricht

Kindergarten

Kindergarten

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