Medizinische Betreuung & Ernährung

Küche

Eine ausreichende Ernährung ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung der Lepra. Ein von Unterernährung geschwächtes Immunsystem kann auch mit Medikamenten die Krankheit nicht bekämpfen.

Die Köchinnen Dieynaba Ndiaye, Astou Ndiaye und Khemesse bereiten für ca. 190 Schwerstbehinderte zwei warme Mahlzeiten pro Tag zu. In zwei großen Kesseln werden ausgewogene, traditionelle Speisen zubereitet.
Pro Woche werden durchschnittlich verbraucht:

130 kg Reis / 160 kg Hirse / 50 kg Mais / 48 kg Fisch / 32 kg Fleisch / 15 kg Erdnüsse / 10kg Bohnen / 25l Öl / 15 kg Trockenmilch / 8 kg Zucker / dazu kommt noch eine beträchtliche Menge an Gemüse. 
Jährlich werden dafür ca. EUR 33.000 aufgewendet.
Küche

Küche


Operationen & Medikamente

Es sei vorausgeschickt, dass die Bewohner M´Ballings keinerlei Krankenversicherung haben. Lepramedikamente und Amputationen der Extremitäten werden vom Staat bezahlt, darüber hinaus muss jeder für seine Gesundheitsausgaben selbst aufkommen.

Da aber in der Region kaum Arbeitgeber vorhanden sind, können die meisten Dorfbewohner nur mit einem unregelmäßigen und geringen Einkommen aus Landwirtschaft und Fischerei rechnen.
Den unzureichenden Einkünften steht ein sehr hohes Krankheitsrisiko gegenüber. Vor allem Malaria ist allgegenwärtig. Ihre Behandlung ist vergleichsweise teuer, dazu kommt eine zunehmende Resistenz gegen die Arzneien. Aber auch andere Bedrohungen wie Erblinden – hauptsächlich durch unreines Wasser – Viruserkrankungen, Gehirnhautentzündungen u.s.w. stellen ständig eine lebensbedrohende Gefahr dar.

Es werden zahlreiche Operationen an erkrankten Organen bezahlt: Herz- Darm- und Krebsoperationen, aber auch neurologische Behandlungen wie Alzheimer, Parkinson, Epilepsie u. dgl.

Wie überall in Ländern der dritten Welt sind Kinder am meisten gefährdet. Viele Krankheiten, die bei uns seit vielen Jahren nicht mehr auftreten -wie z.B. Kinderlähmung- fordern hier noch zahlreiche Opfer. Firmen unterstützen Leprahilfe Senegal mit Sachspenden – so zum Beispiel Rollstühle der Firma Bständig.

Die Organisation wendet pro Jahr Mittel in der Höhe von ca. Euro 14.000 auf und gibt zusätzlich große Mengen von Medikamenten und Verbandstoffen weiter, die von Arzneimittelfirmen und Apotheken in Österreich gespendet wurden.

Kranke warten auf die Medikamentenverteilung

Kranke warten auf die Medikamentenverteilung

Rollstühle gespendet von der Firma Bständig

Rollstühle gespendet von der Firma Bständig

Versorgung von Brandwunden

Versorgung von Brandwunden


Geburtenstation

Die Leprahilfe Senegal errichtete in den 80iger Jahren eine kleine Geburtenstation, in der Schwangere in ruhiger und vor allem hygienischer Umgebung gebären können.

Im Jahr 2005 wurde die Geburtenstation restauriert und neue Einrichtungsgegenstände gekauft.

Die von Termiten zerfressenen Tür- und Fensterrahmen aus Holz wurden durch eiserne ersetzt.

2007 wurde die total desolate Toiletteanlage neu gebaut.

Die Frauen werden bei ca. 100 Geburten jährlich durch die ausgebildete Geburtshelferin Lamou Kadam betreut.

Die Hebamme Lamou

Die Hebamme Lamou

Die neugeborene Fatou

Die neugeborene Fatou


Jährliche Verteilung in Darou Salam

Darou Salam ist ein Stadtteil der nahegelegenen Kreisstadt M´Bour, in dem einige tausend Leprakranke leben. Die Situation in diesem Stadtteil ist katastrophal. Die Kranken haben sich in einer Vereinigung organisiert und versuchen so, gemeinsam die Schwierigkeiten zu meistern. Der überwiegende Teil der Bewohner dieses Viertels lebt in kleinen Strohhütten und einfachsten Verhältnissen.

Einmal pro Jahr organisieren wir in Zusammenarbeit mit der dortigen Lepra- Association eine Nahrungsmittelverteilung für etwa 180 der Schwerstbehinderten. Es kommen jeweils 25 kg Reis, 3 kg Zucker, 5 Stück Seife und für die Bedürftigsten auch die selbstgefertigten Kleider unserer Schneiderschule zur Verteilung.

Diese Verteilung ist aber, sowohl die Anzahl der bedachten Personen als auch die verteilte Menge betreffend, unzureichend. Natürlich versuchen wir auch gelegentlich, diesen Menschen bei der Gründung beruflicher Existenzen behilflich zu sein.

Angesichts des beschränkten finanziellen Rahmens sind diese Aktionen aber nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heissen Stein. Der Besuch in Darou Salam macht die Helfer immer zutiefst betroffen.

Verteilung von Seife und Reis

Verteilung von Seife und Reis

Freude über die neuen Boubous aus unserer Schneiderei

Freude über die neuen Boubous aus unserer Schneiderei

Kommentare sind geschlossen