Überschwemmung in MBalling – 20 Familien obdachlos

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Der Klimawandel betrifft auch Afrika. So ist in Senegal in den letzten Jahren die Regenzeit kürzer aber auch intensiver geworden. Durch die kürzere Regenzeit kann der Boden nicht mehr genügen Wasser aufnehmen um den Grundwasserspiegel, der für die Bewässerung der Felder eine entscheidende Rolle spielt, auf eine für die Trockenzeit genügende Höhe aufzufüllen. Anderseits werden durch den intensiveren Regen die Lehmhütten beschädigt, das Mauerwerk hat nicht genügen Zeit für das Austrocknen, die Lehmziegel „zerbröseln“ buchstäblich.

Am 9. September 2009 kam es zu einer dramatischen Entwicklung. Innerhalb eines Tages ist so viel Wasser vom Himmel gefallen, wie sonst in einer Woche. Das Lepradorf wurde bis zu em halben Meter überschwemmt und 30 Hütten sind eingestürzt oder einsturzgefährdet. 20 Familien oder 143 Menschen verloren an diesem Tag nicht nur ihre Wohnmöglichkeit, sondern auch ein Großteil ihres geringen Hab und Gutes wurde unbrauchbar. Die Menschen wurden notdürftig in der Volksschule und bei befreundeten Familien untergebracht.Als Sofortmaßnahme hat Leprahilfe Senegal 30 Matratzen gekauft. In Senegal schlafen immer 2-3 Erwachsene oder bis zu 5 Kinder auf einer Matratze.

Weiters wurde mit dem Bau von 10 Betonziegelhäusern begonnen und 8 Häuser werden wieder repariert. Der Bau von mindestens 10 weiteren Häusern ist im Frühjahr notwendig um den betroffenen Menschen wieder ein Heim bieten zu können. Die Kosten für ein Haus belaufen sich auf EUR 2.650.

Die Überschwemmung zeigte aber auch die Notwendigkeit des bereits begonnenen Projektes „Sanitäre Versorgung“. Die Notdurft wird vom Großteil der Bewohner in von Strohmatten eingezäunten Löchern verrichtet. Dies stellt nicht nur eine latente Infektionsgefahr und das Problem der Verunreinigung des Grundwassers dar, durch die Wassermassen wurden die Exkremente im ganzen Dorf verteilt. Das Anliegen von Leprahilfe Senegal ist der Bau von sanitären Anlagen, dies ist eine zweigeteilte Hütte mit einer Schöpfkellendusche und einem Loch für die Notdurft, wobei die Abwässer über ein 2 Kammersystem gereinigt werden. Der Bau von 50 solchen Kleinanlagen, mit Kosten von jeweils EUR 800 ist nun noch dringlicher geworden.

Diese notwendige Sonderhilfe reißt in das Budget von Leprahilfe Senegal ein großes Loch und es bleiben für die medizinische Versorgung und Bildung der Kinder geringere Mittel übrig. Wir ersuchen daher um dringende Spenden um mit den Betrag von insgesamt EUR 70.000 die Wiederherstellung der Infrastruktur finanzieren zu können. Damit die 20 Familien bald wieder ein zu Hause haben.

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